Archive for the ‘Uncategorized’ Category

koalitionsflirt 09

Thursday, September 17th, 2009

Wenn man zur zeit das tagesgeschehen Deutschlands verfolgt, bestätigt sich der eindruck, wie konservativ, mutlos und unkreativ die politische klasse in sachen beziehungen ist. Das TV-”duell” zwischen kanzlerin Merkel und ihrem herausforderer Steinmeier hat gezeigt, dass sich die beiden zu einer scheidung ihrer großkoalitionären vernunftsehe nicht entschließen können. Klar, ziemlich unverdeckt flirtet die kanzlerin mit den liberalen, aber nach heißglut sieht das auch nicht gerade aus, wie folgendes video zeigt:

Grüne und FDP, in liebesdingen durchaus liberal eingestellt, sind einem flotten dreier grundsätzlich nicht abgeneigt, können sich aber auf den dritten partner nicht einigen. Die SPD ist den liberalen nicht wild genug, während Trittin mit Merkels phantasie der schwarz-gelben steigbügelstellung nichts anfangen kann. Bleibt als letzte möglichkeit noch der linker gruppensex (rot-rot-grün, umgangssprachlich “kubanisch”), der aber wegen des schmuddelkindes Oscar zur zeit noch unter die kategorie “verbotene liebe” fällt.
Um das politische (liebes-)leben deutschlands wieder etwas zu beleben, ruhen daher alle hoffnungen auf den liberalen. Denn wie wir alle wissen:

Bisher ist die FDP noch mit jedem ins bett gegangen.

Update: Und es wird spannend. Altkanzler Schröder verkuppelt das linke lager.

Popping plastics – piece for toy organ

Monday, July 6th, 2009

After quite a while, I’m happy to present a new piece of me. It’s called “popping plastics” and named after the thing it was written on.

Saftladen Partei Deutschlands

Friday, June 19th, 2009

Saftladen. Saftladen. Saftladen. Die SPD ist ein Saftladen. Weil ich heute das große vergnügen habe, meinen 50. blogeintrag schreiben zu dürfen, verreiße ich heute die SPD. Denn sie ist ein saftladen.
Ihre andauernde erfolglosigkeit kann einem ja noch sympathisch sein, aber mit welcher ideenlosigkeit sie darauf reagiert, ist erbärmlich. Wo ist das große zukunftsprogramm? Hatte Andrea Ypsilanti in Hessen vor einem knappen jahr wenigstens noch den umbau der energieversorgung hin zu den erneuerbaren in aussicht gestellt, ist von diesem ehrgeiz heute nichts mehr zu spüren. Stattdessen versucht sich der kandidat auf das außenministeramt kanzleramt, Franz-Walter Steinmeier als retter der autoindustrie , ohne den umbrau der flotten auf energeisparfahrzeuge auch nur ernsthaft anzudeuten. Überhaupt Steinmeier. Kreativloser hätte die SPD ihren kanzlerkandidaten kaum auswählen können. Statt auf einen wenigstens ansatzweise progressiv wirkenden kandidaten wie Wowereit oder Sigmar Gabriel zu setzen, sucht sich die SPD den ehemaligen kanzleramtchef aus, dessen einzige reform die agenda 2010 war. Da hätte sie auch gleich August Bebel nehmen können.

Und nun der internetfilter. Da ist doch die SPD tatsächlich der CDU hinterhergedackelt und hat das heute verabschiedet. Gegen jeden verstand (so vorhanden), gegen den rat praktisch aller experten innerhalb der partei und gegen 130.000 unterzeichner der antifilterpetition. So etwas nennt man auch politischen selbstmord. Wie es dazu kommen konnte, dazu hat sich “Markus Beckedahl auf netzpolitik.org aufschlussreich gedanken gemacht.

Kurzum: Das wahlkampfmotto der SPD für dieses jahr lautet: “Mutlos. Ideenlos. Erfolglos.” Bestenfalls noch ein “rubbellos” hintendran.

Nur um das nochmal klarzustellen: Ich finde diese dahinkräpeln der SPD keineswegs lustig. Im gegenteil. Auch wenn eine schwache SPD durchaus einen stimmenzuwachs für die Grünen bedeutet, kann ich mich nur bedingt freuen. Denn je schlechter die sozies, desto wahrscheinlicher der super-gau, schwarz-gelb. Und ansonsten schwarz-rot. Bei dieser SPD nicht unbedingt vielversprechender. Man überlegt sich ja schon, aus mitleid sozialdemokratisch zu wählen, aber irgendwie… nee. Ist halt immer noch ein saftladen.

Sorry, all ihr progressiven sozies da draußen. Aber ihr habt euch einfach den falschen laden ausgesucht. Den Saftladen. Die Saftladen Partei Deutschland.

spd_stopp2

Vielen Dank an spreeblick.com für diesen STOPP-klotz

Europe as a trial to overcome national thinking

Friday, June 5th, 2009

Today, the election of the European Parliament started. Reason enough to outline my desired Europe. Being grown up after the second world war and inspired by different journeys within Europe, I really feel like a member of a new, European generation. To me, the term European Union doesn’t only mean the possibility to live and work anywhere in the Schengen area, but the overcoming of national thinking.
Having said this, I’m very concerned, that Europe is right on the way to become and elite club, excluding the rest of the world: The Fortress Europe. As a interstation on the way to real global governance, Europe must not make the same mistakes of the national countries again, just on another level. Therefore, the success of the European projects depends on its ability to be open to the world and to take international responsibility.
As on every stage, human rights and sustainability must be the main criteria of European politics. I support an Europe, which finally acknowledge the right on asylum as well as the freedom of torture and which stops any discrimination of whatever minority. I support a sustainable Europe, as well in economic as in ecological terms. Both the recent economic crisis and the ongoing climate crisis thought us, that the only reasonable way of living is a sustainable one.
On that account I wish, that every European take advantage of her or his constitutional franchise and vote for a party which stands for the values mentioned above.

An alle deutsche: Leute, wählt Grün. Welche partei bitte sonst hat eine stimmige antwort auf die probleme der zeit? Die CDU steht für nationalstaat, abschottung und überwachung, die FDP für den komplett gescheiterten (und zerstörerischen) neoliberalismus. Der linkspartei ist vielleicht noch am ehesten nachhaltiges handeln zuzutrauen, aber die einzige konsequenz ihrer extremen europaskepzis ist eine renationalisierung der politik. Wäre noch da noch die SPD.Wirkt nicht gerade erfrischend progressiv, aber man begeht sicher auch keinen großen fehler, die zu wählen. Und eben die Grünen: Die haben nicht nur mit Ska Keller, Franziska Brantner und Jan Philipp Albrecht die einzigen deutschen kandidaten unter 30 (und damit die Generation Europa) auf aussichtsreichen plätzen, sondern bieten u.a. mit dem Green New Deal einen progressiven entwurf für das Europa von morgen.

You love broiler?

Monday, May 11th, 2009

You love broiler? Than you should see, how it is produced. This excerpt of Erwin Wagenhofer’s fantastic movie “We feed the world” will tell you.


This scene was the cause, that I don’t eat meat out of factory farming anymore. It’s not just a moral or political thing, I would certainly feel very bad with a piece of this junk in my stomach.
In general, I have nothing against eating meat and slaughtering animals for food reasons. However, the way it is produced definitely matters to me.
I know, organic livestock breeding can be a nasty thing, too. But is far away from this. But please, convince me to the contrary and send me all kinds of links, videos.

Gorleben-Video

Sunday, November 30th, 2008

Ich habe ja versprochen noch fotos von der Gorleben-demo zu zeigen. Die habe ich nicht bekommen, deswegen gibt es jetzt hier ein video. Man bekommt darin einen ganz guten eindruck von der demonstration und warum atomkraft einfach nur scheiße ist.

Video from the anti-nuclear-demo in Gorleben.

Schöner leben ohne Nazis im Rathaus

Sunday, November 30th, 2008

Ja, den naziladen in der Doberaner Straße in Rostock gibt es immer noch. Ja, der NPD-landtagsabgeordnete Birger Lüssow hat dort immer noch sein büro. Und ja, die NPD wird bei den anstehenden kommunalwahlen versuchen, in die Rostocker bürgerschaft einzuziehen. Dies alles war anlass genug, heute demonstrieren zu gehen. Unter dem motto “Schöner leben ohne Nazis im Rathaus” fanden sich über 500 menschen ein, um gegen die menschenfeindliche und antidemokratische NPD zu demonstrieren.
Dass die NPD – erfolglos – versucht hat, eine gegendemonstration anzumelden, stellt eine völlig neue qualität der auseinandersetzung mit rechtsextremisten dar. Bisher gab es das nur bei rechten demos. Das die nazis sich nun linken oder bürgerlichen kundgebungen entgegen stellen deutet auf ihr gesteigertes selbstvertrauen hin. Das finde ich beunruhigend. Auch im vorfeld zum diesjährigen CSD hatten rechte durch diskriminierende schmierereien auf sich aufmerksam gemacht. Damit etabliert sich in Mecklenburg-Vorpommern eine rechte aktionskultur, wie sie in anderen ländern wir Polen oder Ungarn längst gang und gebe ist. Anders als dort, werden aber bisher unsere demos ausreichend von der polizei geschützt.

Auch wenn nach einer aktuellen Friedrich-Ebert-Studie die zustimmung zu rechten ansichten leicht abgenommen hat, nützt dies wenig, wenn der rechtsextreme kern stärker wird.